Die Löwenmütter nahmen heute an einer mündlichen Anhörung im Gemeinde- und Verwaltungsausschuss im Storting teil. Unser Beitrag betraf vor allem den Haushaltstopf für die Landeshauptleute, der viel zu niedrig ist, wie im Staatshaushalt für 2024 vorgesehen.
Es war unsere Vorsitzende Bettina Lindgren, die im Namen der Løvemammaene an der Anhörung teilnahm.
Unten können Sie unsere mündliche Stellungnahme im Textformat lesen oder eine Videoaufzeichnung der Anhörung im Online-Fernsehen des Storting ansehen.

Mündlicher Konsultationsbeitrag der Løvemammaene im Gemeinde- und Verwaltungsausschuss 23.10.23
Løvemammaene ist eine diagnoseunabhängige Organisation für Kinder und Jugendliche mit Erkrankungen und Funktionsstörungen sowie deren Angehörige. Wir haben derzeit über 7.300 Mitglieder. Unser Beitrag betrifft die staatlichen Treuhänder.
Stellen Sie sich vor, Sie wären vier Jahre lang an Ihr eigenes Zuhause gefesselt, weil Sie nichts dagegen tun können. In all den Jahren haben Sie hart gearbeitet, einen Beitrag zur Gesellschaft geleistet und Steuern gezahlt. Sie haben darauf geglaubt, dass der Wohlfahrtsstaat eingreifen wird, wenn es nötig ist. Dann bekommen Sie ein Kind und es wird alles andere als das sein, was Sie sich vorgestellt haben. Herzrhythmusstörungen und Atemstörungen, Krämpfe und Schaum vor dem Mund, Schläuche im Magen für Nahrung und Medikamente, Kinder, die vor Schmerzen heulen und darum betteln, von einem weiteren Stich befreit zu werden. Kinder, die nicht verstehen und sich nicht verständlich machen können. Diese Kinder sind wichtig. Aber bei der Aufstellung des Budgets wird die Rechtssicherheit dieser Kinder und ihrer Familien vernachlässigt, wie es Jahr für Jahr der Fall war.
Kinder mit großem Unterstützungsbedarf erhalten keine gesetzliche Gesundheits- und Betreuungsleistung, keine gesetzliche Bildung, keine gesetzliche Sonderpädagogik oder keinen gesetzlichen Schutz vor Diskriminierung. Und so ist es schon seit Jahren. Sie beantragen Entlastung, BPA, Unterstützungskontakt, Gutachten, Sonderpädagogik, Teilnahme an Klassenfahrten oder andere Dinge, auf die Sie Anspruch haben. Aber du wirst abgelehnt. Nicht ernst genommen. Nach langem Hin und Her geht der Fall an den Staatsverwalter. Hier beträgt die Bearbeitungszeit etwa 6 Monate. bis 1 Jahr. Und es ist keineswegs so, dass die Kommunen sich immer an die Entscheidung des Gouverneurs halten. Diese verlorene Zeit mit der daraus resultierenden Abnutzung für die Familien werden sie nie zurückbekommen. Wir haben Familien, die erst dann das bekommen, was ihnen zusteht, wenn das Kind gestorben ist.
Die Landesverwaltungen benötigen mehr Mittel, damit sie ihre Kapazitäten erhöhen und Fälle entsprechend bearbeiten können Das Verwaltungsgesetz. Wir retten ständig immer mehr medizinisch komplexe Kinder und Kinder mit großem Unterstützungsbedarf, die das Leben von Kindern in ihren Heimatgemeinden führen werden. Doch dafür sind die Kommunen nicht gerüstet. Daher landen immer mehr Fälle bei den staatlichen Treuhändern. Über diese Kinderwelle wird viel zu wenig gesprochen. Es ist nicht sinnvoll, mehrere Jahre zu warten, bis Ihr Kind ausreichend Hilfe und die richtigen Dienstleistungen erhält, wenn das Kind rund um die Uhr vollständig auf Hilfe angewiesen ist.
Die Isolation im eigenen Zuhause oder innerhalb der Gemeindegrenzen verstößt gegen die Menschenrechte, aber das passiert viel zu vielen Familien, weil lange Bearbeitungszeiten bei Kommunen und Landesverwaltungen. Die Löwenmütter haben benachrichtigt, das LDO hat benachrichtigt, der Patienten- und Nutzer-Ombud hat benachrichtigt, das Nationale Rechnungsprüfungsamt hat benachrichtigt, viele haben benachrichtigt – und das schon seit einigen Jahren. Aber niemand tut etwas. Wir brauchen kein Verständnis oder Mitgefühl für den anspruchsvollen Alltag – wir brauchen Taten. Unsere Botschaft lautet daher: Den Topf für die Landestreuhänder deutlich stärken. Zeigen Sie mit Taten, dass ihre Worte etwas wert sind.
Abschließend möchten wir noch auf die Bedeutung der Validierung des Begleitzertifikatsystems hinweisen. Danke!

Sehen Sie sich die Videoaufzeichnung unserer mündlichen Anhörung an Hier.
Die Löwenmütter sind da 15:07-15:10.